Chlamydieninfektion (Chlamydiose)

Als Auslöser von der urogenitalen Chlamydieninfektion dient Chlamydia trachomatis. Der Auslöser stellt eine gramnegative obligatorische intrazellulare Bakterie vor, die in ihrem Lebenszyklus durch das Vorhandensein von zwei verschiedene morphologische Formen gekennzeichnet wird: elementare (metabolisch inaktive Infektionsform, die dem intrazellularen Dasein angepasst wird und für die Infektionsübertragung von einem Menschen zum anderen verantwortlich ist) und retikulare (metabolisch aktive Nichtinfektionsform, die für die Reproduktion von C. Trachomatis verantwortlich ist).

Infizierung erfolgt bei den Geschlechtskontakten mit den Infizierten von der urogenitalen Chlamydiose. Möglich ist die intrauterine Übertragung und Infizierung des Neugeborenen von der Mutter.

Inkubationszeit variiert von 5 bis 30 Tage (durchschnittlich 10-14 Tage).

C. Trachomatis hat eine Tropie zum zylindrischen Epithel, somit sind Harnröhre und Zervikalkanal als primäre Infektionsherde. In der Pathogenese der urogenitalen Chlamydiose hat Bedeutung eine direkte Störungswirkung des Auslösers auf die Epithelzelle.

Infolge der Vermehrung von C. Trachomatis in den infizierten Epithelzellen entwickelt sich ein Entzündungsprozess, derer Ausprägbarkeit vom Zustand der lokalen und gesamten spezifischen und unspezifischen Immunität des Organismus abhängt.

Symptome der urogenitalen Chlamydiose bei Frauen treten in 1/3 Fällen der Erkrankung hervor:
  • Schleim- und Eitelausflüsse aus dem Zervikalkanal und/oder der Scheide;
  • Schmerzen im unteren Bauchbereich, Dysurie, postkoitale und zwischenmenstruale Blutausflüsse;
  • chronische Beckenschmerzen;
  • Infertilität.
Symptome der urogenitalen Chlamydiose bei Männern treten in 2/3 Fällen der Erkrankung hervor:
  • Schleimige und schleimigeitrige Ausflüsse aus Harnröhren;
  • Dysurie;
  • Schmerzen im unteren Bauchbereich mit der Ausstrahlung in Mittelfleischbereich;
  • Erektionsstörung.

Außerdem abhängig von der Lokalisation des pathologischen Prozesses bei den Personen beiderlei Geschlechts können Ausflüsse und Dyskomfort im anorektalen Bereich, Hyperämie der Schleimhaut der Bindehaut, Tränenträufeln, Hyperämie der Schleimhaut der Schlundkopfwand hervortreten.

Laboruntersuchungen: bakteriologische Untersuchung; direkte Immunofluoreszenz mit moniklonalen Antikörpern; Immunofermentanalyse (IFA); Hybridation von Ribonukleinsäure und Desoxyribonukleinsäure; Amplifikationsmethode von Nukleinsäuren, Polymerase-Kettenreaktion, Ligase-Kettenreaktion.

Die von der urogenitalen Chlamydiose Infizierten brauchen auch im Bezug auf andere STI zu untersucht werden!

Heilung

Die wirksame Heilung von der urogenitalen Chlamydiose wirkt der Vorbeugung der schweren Zweiterkrankungen und der Infizierung von Geschlechtspartnern und Neugeborenen bei.

Als Heilmittel dienen antibiotische Mittel, die gegenüber С. Trachomatis aktiv sind. Bei der rechtzeitigen Erkennung und der entsprechenden Heilung ist die Genesungsprognose günstig!

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