Genitales Herpes

Anogenitale Herpesinfektion (Genitales Herpes) stellt eine chronische rezidivierende Viruserkrankung vor, die vorzugsweise durch Geschlechtskontakte übertragen wird und durch die Affektion der Haut und der Schleimhaut der Geschlechtsorgane und des Urogenitaltraktes gekennzeichnet ist.

Nach den Angaben der verschiedenen Untersuchungen wird 65-90% der Bewohner der Erde mit dem Virus vom einfachen Herpes (VEH) des 1. und 2. Typs infiziert.

Virus vom einfachen Herpes des 2. Typs wird durch einen Geschlechtskontakt übertragen.

Als Auslöser vom genitalen Herpes können beide Serotypen des Virus vom einfachen Herpes – VEH-1 und VEH-2 sein.

Genitales Herpes wird durch die Erscheinung von Affektionsherden der verschiedenen Ausgeprägtbarkeitsstufe an der Haut und der Schleimhaut gekennzeichnet.

Zum häufigsten Symptomen gehören Unwohlsein, Kopfschmerz, manchmal subfebrile Körpertemperatur, Schlafstörung, Nervosität. Die Herden entstehen an der Schleimhaut von kleinen und großen Schamlippen, Kitzler, Scheide, Gebärmutterhals, Gesäßbacken bei Frauen; an Eichel, Vorhaut, Kranzfurche, im Bereich der äußeren Harnröhrenöffnung oder in Harnröhre, im Mittelfleisch- und Gesäßbackenbereich bei Männern.

Zu den Faktoren. die der Erscheinung oder der Rezidivierung vom genitalen Herpes beiwirken, gehören:
  • Verminderung der immunologischen Reaktivität;
  • Unterkühlung oder Überhitzung des Organismus;
  • Zusatzerkrankungen;
  • einige psychische und physiologische (Geschlechtskontakte, Menstruation) Zustände;
  • medizinische Handgriffe (Schwangerschaftsunterbrechungen, Einführung einer intrauterinen Spirale).

Die Diagnose wird auf der Grundlage der Besonderheiten des Krankheitsbildes und der Angaben der Laboruntersuchung festgestellt.

Zu den Hauptmethoden der Labordiagnostik gehören:
  • virusologische Methode;
  • molekulargenetische Methode;
  • Polymerase-Kettenreaktion;
  • Hybridation von Desoxyribonukleinsäure;
  • Entdeckung von VEH-Antigenen;
  • zytomorphologische Methode;
  • Aufzeichnung der Immunantwort;
  • Bewertung des Immunzustands der Infizierten.

Beim asymptomatischen Ablauf von rezidiven genitalen Herpes ist die Untersuchung im Bezug auf VEH innerhalb ersten 4 Tagen täglich durchzuführen, anschließend in 7-10 Tagen nach der Heilungsbeendigung.

Bei der Erkennung vom genitalen Herpes sollen auch die Partner der Infizierten untersucht werden und wenn sie auch Infektionssymptome haben, sollen sie behandeln lassen. Die Infizierten sollen sich vom Geschlechtsleben zurückhalten, bis klinische Durchbrüche abfallen. In dieser Zeit ist es obligatorisch, Kondoms bei allen Arten der Sexualkontakte zu verwenden. Die Partner sollen über die Möglichkeit, mit VEH beim subklinischen Infektionsablauf infiziert zu werden, informiert werden.

Die Hauptheilmittel für die Heilung vom genitalen Herpes sind spezifische Antiviruspräparate für die Systemanwendung, Interferone, Interferoninduktoren, Immunomodulatoren. Neben der Systemtherapie vom genitalen Herpes wird auch eine lokale Therapie durchgeführt, aber diese ist bedeutend weniger wirksam.

Vorbeugungsmassnahmen vom genitalen Herpes:

  • entsprechende spezifische Heilung der ersten Episode vom genitalen Herpes und klinisch-serologische Überwachung nach der Heilung;/li>
  • Anwendung der supressiven Therapie zwecks der Verhütung der Rezidiventwicklung;
  • Schutzimpfung;
  • Ausschluss von den zufälligen Geschlechtskontakten;
  • Benutzung von Kondoms und individuellen Vorbeugungsmitteln.

Es ist unmöglich, eine vollständige Heilung des Organismus vom VEH zu erreichen.

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