Inguinales Granulom

Inguinales Granulom ist eine Erkrankung, die zu STI gehört.

Die Erkrankung ist endemisch in einigen tropischen und subtropischen Ländern.

Als Auslöser von inguinalem Granulom ist Calymmatobacterium granulomatis – eine obligatorische intrazellulare gramnegative Bazille, die ein fakultativer Aerobiont in einer Umhüllung vorstellt.

Nur Menschen können mit inguinalem Granulom infiziert werden. Die Infizierung erfolgt nur bei Geschlechtskontakten mit den Infizierten. Möglich ist eine gleichzeitige Infizierung mit anderen STI (Syphilis, Gonorrhoe, weicher Schanker, urogenitale Chlamydiose u.a.). Möglich ist Autoinfizierung beliebiges Körperabschnitt vom ersten Affektionsherd.

Als erstes klinisches Symptom ist die Erscheinung von einzelnen oder vermehrten schmerzlosen Unterhautknötchen oder Papeln 3-4 sm groß an der Invasionsstelle (in der Regel, im Bereich von äußeren Geschlechtsorganen). Im Weiteren erfolgt die Vergrößerung von Elementen und die Formierung von schmerzlosen Ulkus mit einem klarem lockerem Boden und durchsenkenden Rändern. Infolge der Autoinfizierung entwickeln sich die Läsionen auf angrenzenden Hautdecken und bilden sogenannte „Küss-Ulkus“.

Zweiterkrankungen:
  • bei Frauen: Pseudoelefantenkrankheit von Geschlechtsorganen, Harnröhrenstriktur, Scheide und Anus;
  • bei Männern: Vorhautsverengung; Elefantenkankheit; Nekrose von Penis, Harnröhrenstriktur und Anus.

Die Labordiagnostik basiert auf die Erkennung von Calymmatobacterium granulomatis (Donovan-Körperchen).

Labormethoden: ul>
  • mikroskopische Untersuchung der Gewebsprobe;
  • bakteriologische Untersuchung.
  • Zur Zeit werden wissenschaftliche Untersuchungen durchgeführt, um diagnostische Bedeutung der Polymerase-Kettenreaktion festzustellen.

    Die Personen, die Geschlechtskontakte mit den Infizierten im Laufe von 60 Tage vor der Erscheinung der Erkrankungssymptome hatten, unterliegen einer Untersuchung und einer Heilung.