Urogenitale Kandidose (Schwämmchen)

Als Schwämmchen oder (fachgemäß gestanden) urogenitale Kandidose wird eine Störung der Schleimhäute und der Haut von Urogenitalorganen bezeichnet, die durch hefeartige Pilze von Art „Soorpilzen“. Zur Art „Soorpilzen“ gehören viele Spezies von Pilzen, aber am meisten ist Candida albicans für die Entwicklung von Schwämmchen verantwortlich. Bei vielen gesunden Jungfern und Frauen ist eine nicht große Menge von Soorpilzen ein Bestandteil der normalen Scheidenmikrobenwelt, ohne irgendwelche Unannehmlichkeiten hervorzurufen. Aber unter dem Einfluss von verschiedenen Faktoren wird ihre Menge größer und erscheinen Symptome von Schwämmchen. Trotz der verbreiteten Meinung kann sich Schwämmchen wie bei einer Jungfer, als auch bei einer Sexualleben führenden Frau entwickeln, woraus es klar wird, dass urogenitale Kandidose zu den sexuell übertragbaren Infektionen (STI) nicht gehört.

Prädisponierende Faktore für die Entwicklung der urogenitalen Kandidose (Schwämmchen):
  • Ungenügende Hygiene von Geschlechtsorganen;
  • Übermäßige Hygiene von Geschlechtsorganen – Verwendung von Gelen für intime Hygiene, Ausspritzungen ohne ärztliche Verordnung. (!) Es sei anzumerken, dass eine Ausspülung mit klarem fließendem Wasser für die hygienische Pflege von Geschlechtsorganen genügend ist;
  • Tragen der engen synthetischen Unterwäsche, besonders Strings;
  • Verwendung von täglichen hygienischen Binden;
  • Einnahme (besonders unkontrolliert) von antibakteriellen Präparaten;
  • Vorhandensein von Zuckerkrankheit und anderen Endokrinstörungen (Dysbalance der Geschlechtshormone, Schilddrüsenhormonen usw.);
  • Wechsel von Geschlechtspartnern / zufällige Geschlechtskontakte ohne Präservierung;
  • Sexuelle Oralkontakte;
  • Verwendung von intimen Gelen, Schmierstoffen und anderen Mitteln bei Geschlechtskontakten;
  • Manchmal kann sich Schwämmchen bei Verwendung von Kondoms und anderen lokalen Kontrazeptivmitteln entwickeln;
  • Auf die Entwicklung von Schwämmchen wirken wie ein emotionaler Zustand, als auch ein starker Stress ein, welche auch als Risikofaktoren gelten.
Ist urogenitale Kandidose bei Geschlechtskontakten ohne Präservierung übertragbar?

Da Soorpilze die Vertreter der Scheidenmikrobenwelt sind, leiden Frauen an Schwämmchen am meisten. Bei einem Mann können die Auftreten von Schwämmchen nach einem Geschlechtskontakt ohne Präservierung mit der Partnerin , die mit urogenitaler Kandidose infiziert wird, nur in dem Fall entstehen, wenn er einen geschwächten lokalen Immunitätsschutz hat.

Durch welche Symptome wird urogenitale Kandidose gekennzeichnet?
Frauen
  • Weiße käsige Ausflüsse aus Geschlechtswegen, begleitet mit Juckreiz und Brennen.
Männer
  • Hautrötung und -juckreiz von Eichel;
  • Weißer Belag an der Eichelhaut.
Was soll man machen, wenn es Symptome von Schwämmchen gibt?

- Das Wichtigste ist kein Selbstheilung, die der Gesundheit schädigen und erschweren kann, eine richtige Diagnose zu stellen. Man soll sich merken, dass nur ein Arzt die Diagnose stellen und eine richtige Heilung verordnen kann.

Kann sich Schwämmchen rezidiv entwickeln?

- Urogenitale Kandidose gehört nicht zu den sexuell übertragbaren Infektionen und kann sich vielmalig im Lebensverlauf entwickeln. Um es sie zu vermeiden, ist es notwendig, alle provozierende Faktoren auszuschließen (sieh oben).

Sie und Ihr/Ihre Partner/Partnerin

In der Regel brauchen nur Frauen geheilt werden. Im Falle des Vorhandenseins von Symptomen bei beiden Partnern wird eine gemeinsame Heilung verordnet.