Urogenitale Trichomoniasis

Urogenitale Tricomoniasis gehört zu den häufigsten STI

Als Auslöser von der urogenitalen Tricomoniasis ist Trichomonas vaginalis, die zu den Urtierchen gehören. Im menschlichen Organismus können außer T. vaginalis auch T. tenax (in Mundhöhle) und T. hominis (in den Organen des Gastrointestinaltraktes, zunächst im Blinddarm) entdeckt werden, aber diese sind nicht krankheitserregend.

Die Infektion erfolgt beim Geschlechtskontakt mit Infizierten. Möglich ist die Infizierung des Neugeborenen durch die infizierte Mutter. Die Infektionsausbreitung im Wasser ist ausgeschlossen.

Inkubationszeit beträgt von 3 Tagen bis 3-4 Wochen (durchschnittlich 5-6 Tage).

Kolonisation der Organen des Urogenitalsystems durch T. vaginalis führt zur Entwicklung der Entzündungsreaktion der Schleimhaut, der Haut und Subepithelgewebe der affizierten Organe.

Klinische Durchbrüche der Trichomonadeninfektion hängen von der Lokalisation und Ablaufsschwere des Entzündungsprozesses ab.

Hauptsymptome bei Frauen:
  • graugelbe Ausflüsse mit dem unangenehmen Geruch aus der Scheide;
  • Juckreiz, Brennen im Bereich der externen Geschlechtsorgane;
  • Aufgedunsenheit und diffuse Hyperämie der Schleimhaut von Vulva, Scheide, Gebärmutterhals u.a.;
  • Dysurie;
  • erosive und ulzeröse Affektionen der Schleimhaut von externen Geschlechtsorganen und/oder Haut der inneren Schenkeloberfläche;
  • Schmerzen im unteren Bauchbereich.
Hauptsymptome bei Männern:
  • Dysurie, unwesentliche grauweiße Ausflüsse und Juckreiz im Harnröhrenbereich;
  • Schmerzen im Mittelfleisch mit der Ausstrahlung in Enddarm;
  • Hämatospermit (selten);
  • erosive und ulzeröse Affektionen am Eichel.

Bei 10 - 50 % von Infizierten läuft urogenitale Trichomoniasis asymptomatisch ab. Die Diagnose wird auf der Grundlage der Angaben von Anamnesis und klinischer Untersuchung mit der obligatorischen Bestätigung durch eine der Laboruntersuchungen festgestellt:

  • Mikrountersuchung;
  • bakteriologische Methode.

Unter Berücksichtigung der Möglichkeit des gleichzeitigen Vorhandenseins anderer STI ist es notwendig, entsprechende serolohische und mikrobiologische Untersuchungen durchzuführen.

Die Geschlechtspartner der Infizierten unterliegen auch einer Untersuchung und einer Behandlung. Die Infizierten sollen über die Notwendigkeit, Geschlechtskontakte bis zum Empfang der Ergebnisse von der klinisch-mikrobiologischen Überwachungsuntersuchung zu vermeiden, informiert werden.

Heilung

Als Heilmittel dienen Präparate der Nitroimidazole-Gruppe.

Die Heilung wird beim Vorhandensein von klinischen Symptomen, sowie im Falle des asymptomatischen Ablaufs durchgeführt.

Unter der Bedingung einer entsprechenden ätiotropen Therapie ist die Genesungsprognose günstig.