Urogenitale Tricomoniasis gehört zu den häufigsten STI
Als Auslöser von der urogenitalen Tricomoniasis ist Trichomonas vaginalis, die zu den Urtierchen gehören. Im menschlichen Organismus können außer T. vaginalis auch T. tenax (in Mundhöhle) und T. hominis (in den Organen des Gastrointestinaltraktes, zunächst im Blinddarm) entdeckt werden, aber diese sind nicht krankheitserregend.
Die Infektion erfolgt beim Geschlechtskontakt mit Infizierten. Möglich ist die Infizierung des Neugeborenen durch die infizierte Mutter. Die Infektionsausbreitung im Wasser ist ausgeschlossen.
Inkubationszeit beträgt von 3 Tagen bis 3-4 Wochen (durchschnittlich 5-6 Tage).
Kolonisation der Organen des Urogenitalsystems durch T. vaginalis führt zur Entwicklung der Entzündungsreaktion der Schleimhaut, der Haut und Subepithelgewebe der affizierten Organe.
Klinische Durchbrüche der Trichomonadeninfektion hängen von der Lokalisation und Ablaufsschwere des Entzündungsprozesses ab.
Hauptsymptome bei Frauen:Bei 10 - 50 % von Infizierten läuft urogenitale Trichomoniasis asymptomatisch ab. Die Diagnose wird auf der Grundlage der Angaben von Anamnesis und klinischer Untersuchung mit der obligatorischen Bestätigung durch eine der Laboruntersuchungen festgestellt:
Unter Berücksichtigung der Möglichkeit des gleichzeitigen Vorhandenseins anderer STI ist es notwendig, entsprechende serolohische und mikrobiologische Untersuchungen durchzuführen.
Die Geschlechtspartner der Infizierten unterliegen auch einer Untersuchung und einer Behandlung. Die Infizierten sollen über die Notwendigkeit, Geschlechtskontakte bis zum Empfang der Ergebnisse von der klinisch-mikrobiologischen Überwachungsuntersuchung zu vermeiden, informiert werden.
Als Heilmittel dienen Präparate der Nitroimidazole-Gruppe.
Die Heilung wird beim Vorhandensein von klinischen Symptomen, sowie im Falle des asymptomatischen Ablaufs durchgeführt.
Unter der Bedingung einer entsprechenden ätiotropen Therapie ist die Genesungsprognose günstig.